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Blog-Highlights
- LinkedIn ist eine großartige Plattform, um akademische Meilensteine zu teilen, wie den Abschluss einer Promotion, die Veröffentlichung in einer internationalen Fachzeitschrift oder eine Einladung als Speaker:in auf einer Konferenz.
- Nutzen Sie LinkedIn für professionelles Networking, das über Ihr direktes Umfeld an Universität oder Forschungsinstitut hinausgeht. Die globale Reichweite der Plattform ermöglicht es, sich mit Forschenden und Wissenschaftler:innen weltweit zu vernetzen.
- LinkedIn bietet zahlreiche Möglichkeiten, die akademische Reichweite zu vergrößern und die wissenschaftliche Community zu beeinflussen, wenn die Plattform richtig genutzt wird.
Inhalt
Warum LinkedIn und nicht andere Social-Media-Plattformen?
Wie Forschende LinkedIn nutzen können
Was man auf LinkedIn vermeiden sollte
Einleitung
Julia ist eine aufstrebende Forscherin, die ihre akademische Karriere als Wissenschaftlerin gerade erst beginnt. Ihr Talent und ihre Intelligenz wurden von ihren Lehrkräften schon früh erkannt. Als junge Absolventin kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion ist sie überzeugt, dass sich Chancen ganz von selbst ergeben werden.
Kurze Einschätzung dazu: Am Vorankommen in der eigenen Karriere ist nichts automatisch. Um ihre Ziele zu verwirklichen, muss Tara ihr Talent, ihre Fähigkeiten und ihren Wert aktiv in der wissenschaftlichen Community sichtbar machen. Und genau hier kommen Social-Media-Plattformen ins Spiel. Die meisten von uns kennen sie gut, aber nur wenige wissen, welche Plattformen für welche Zwecke am besten geeignet sind.
Eine dieser Plattformen ist LinkedIn, die auf einzigartige Weise Professionalität und Social-Media-Kultur miteinander verbindet.
Warum LinkedIn und nicht andere Social-Media-Plattformen?
LinkedIn war ursprünglich ausschließlich für professionelles Networking gedacht und galt lange als eine Art digitaler Lebenslauf-Datenbank. Inzwischen hat sich die Plattform zu einem umfassenden Netzwerk für professionelles und persönliches Branding, Kompetenzentwicklung, Weiterbildung und Brancheneinblicke entwickelt. Plattformen wie X, Facebook und Instagram sind für wissenschaftliche Kommunikation nur bedingt geeignet. LinkedIn bietet hingegen die richtige Balance:
- Nutzer:innen können Beiträge kommentieren, liken und teilen. Posts können länger sein als auf X, wo die Zeichenanzahl begrenzt ist, was eine effektive wissenschaftliche Kommunikation erleichtert.
- Da Personen ihre echten Namen, Ausbildungsnachweise und Arbeitgeberdetails angeben, ist die Hemmschwelle für unprofessionelles Verhalten höher. Die fehlende Anonymität fördert einen respektvollen und sachlichen Umgangston in den Kommentaren.
- Die Vernetzung mit Gleichgesinnten ist nicht auf die eigene Universität oder Region beschränkt, sondern global möglich. LinkedIn ermöglicht es, wissenschaftliches Wissen in die richtige Richtung zu lenken und den eigenen Einfluss international auszubauen.
- Anstelle zufälliger algorithmisch gesteuerter Beitragsvorschläge werden vorrangig Updates der Personen angezeigt, denen man folgt. Das sorgt für relevante und wirklich nützliche Inhalte im Feed.
LinkedIn ist für Forschende und Wissenschaftler:innen besonders wertvoll, wenn es gezielt eingesetzt wird. Aber wie genau? Das schauen wir uns jetzt an.
Wie Forschende LinkedIn nutzen können
Die meisten haben wahrscheinlich bereits ein LinkedIn-Profil. Es wurde eingerichtet, die wichtigsten Informationen in den verschiedenen Profilbereichen eingetragen und erste Kontakte geknüpft. Im Folgenden einige Tipps, wie man LinkedIn von Anfang an richtig nutzt.
Einstieg auf LinkedIn
Auch wer LinkedIn schon länger nutzt, steht manchmal vor einem Neuanfang, zum Beispiel nach einem Wechsel an eine neue Universität oder ein neues Forschungsinstitut. Oder nach einer Konferenz, auf der man viele neue Bekanntschaften gemacht hat. In solchen Situationen gibt es gleich eine ganze Reihe neuer Kontakte zu knüpfen.
- Aktualisieren Sie zunächst Ihr Profil mit den Details der neuen Universität oder des Instituts. Die Plattform schlägt dann automatisch Personen vor, die über gemeinsame Kontakte mit Ihnen verbunden sind.
- Vernetzen Sie sich mit Menschen, mit denen Sie bereits kurz in Kontakt getreten sind. Es hilft, das Eis zunächst offline zu brechen, damit die Online-Verbindung nicht zu anonym wirkt.
- Nehmen Sie nicht wahllos jede Kontaktanfrage an. Nicht jede Person, die vage mit Ihrem Fachgebiet in Berührung kommt, bereichert Ihr Netzwerk wirklich. Qualität geht hier klar vor Quantität.
Das Netzwerk, das Sie zu Beginn aufbauen, ist entscheidend, denn Ihre Inhalte sollen die richtigen Menschen erreichen. So lernt der Algorithmus, wonach Sie suchen, und zeigt Ihnen relevante und hilfreiche Inhalte in Ihrem Feed.
Aktiv werden und Präsenz zeigen
Der Schlüssel zum Networking ist Engagement. Kommentieren Sie Beiträge, die Sie interessieren, und liken oder teilen Sie Inhalte, die Ihnen gefallen, um Ihre Unterstützung zu zeigen.
Versuchen Sie immer, einen echten Mehrwert beizutragen, anstatt nur Kommentare wie “Volle Zustimmung!” oder “Sehr aufschlussreich!” zu hinterlassen. Fragen Sie sich stattdessen:
- Welchem Teil des Beitrags stimmen Sie am meisten zu?
- Welche Erkenntnisse waren für Sie besonders wertvoll?
- Falls Sie anderer Meinung sind, warum ist das so?
Engagieren Sie sich in den Kommentaren und führen Sie respektvolle Diskussionen. Seien Sie authentisch, teilen Sie Ihre Gedanken und bleiben Sie offen für Korrekturen. Niemand weiß alles und das ist völlig in Ordnung.
Welche Inhalte sollten gepostet werden?
Sobald Sie aktiv mit anderen interagieren, sollten Sie auch selbst Beiträge veröffentlichen. Machen Sie sich keine Gedanken darüber, wie ein Post ankommen wird. Wenn Sie etwas für teilenswert halten, teilen Sie es einfach.
Für Forschende ist LinkedIn eine hervorragende Möglichkeit, die Sichtbarkeit ihrer veröffentlichten Arbeiten zu steigern. Nutzen Sie Grafiken und Graphical Abstracts, um die Aufmerksamkeit Ihrer Follower:innen zu gewinnen. Warum visuelle Inhalte? Weil die meisten Nutzer:innen schnell scrollen und lange Textblöcke überspringen. Ein ansprechendes Bild hingegen lässt sie innehalten. Ergänzen Sie das Bild mit einem kurzen, neugierig machenden Text und einem Link zu Ihrer veröffentlichten Arbeit.
Halten Sie Ihre Beiträge kurz und prägnant. LinkedIn ist nicht der Ort für ausufernde Texte, das ist Ihr Forschungsartikel. Aber wie finden Leser:innen überhaupt zu Ihrer Arbeit? Kurze, leicht konsumierbare Snippets mit knappen Aufzählungen ermöglichen einen schnellen Überblick. Nutzer:innen scannen den Inhalt, bevor sie weiterscrollen. Halten Sie es also knapp.
Sie haben eine Konferenz besucht? Teilen Sie Eindrücke davon als Bildergalerie oder Carousel-Post. Fügen Sie kurze Beschreibungen hinzu oder verfassen Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Konferenzhighlights. Versuchen Sie, einen besonders interessanten Aspekt Ihrer Erfahrung herauszugreifen. Menschen sind immer neugierig auf Neues, und ein zum Nachdenken anregender Gedanke kann die Diskussion im Kommentarbereich beleben.
Wenn ein Beitrag von Natur aus eine Frage zulässt, nutzen Sie das. Angenommen, Sie haben bei der Arbeit einen kleinen “Heureka-Moment” erlebt: Ein kurzer Einblick dazu kann dazu genutzt werden, die eigene Meinung zu teilen und die Follower:innen mit einer Frage einzuladen. Auch ein einfaches “Was denken Sie? Ich bin gespannt auf Ihre Meinung in den Kommentaren!” reicht aus, um Engagement zu erzeugen. Und wenn Reaktionen kommen, antworten Sie zeitnah. Lassen Sie Kommentare nicht tagelang unbeantwortet.
Bonustipp: Der richtige Zeitpunkt zum Posten spielt ebenfalls eine Rolle. Die meisten Nutzer:innen sind früh morgens vor dem Arbeitsbeginn oder abends nach Feierabend aktiv. Versuchen Sie, Ihre Zielgruppe in diesen Zeitfenstern zu erreichen, da dann die Wahrscheinlichkeit einer Interaktion am höchsten ist.
Was man auf LinkedIn vermeiden sollte
Zum Abschluss drei Dinge, die man auf LinkedIn lieber sein lassen sollte.
- Zu häufiges Posten
Die eigene Community sollte nicht durch eine übermäßige Posting-Frequenz überfordert werden. Ein bis zwei relevante Beiträge pro Woche reichen aus, um das Netzwerk organisch wachsen zu lassen. Drei bis vier Posts täglich wirken schnell aufdringlich und können den gegenteiligen Effekt haben.
- Übermäßiger Fokus auf “Likes”
Posten Sie nicht nur, um Likes zu sammeln. LinkedIn kann schnell anstrengend und belastend werden, wenn man Inhalte teilt, die keinen echten Mehrwert bieten. Die Plattform sollte für Sie und Ihr Netzwerk eine positive Erfahrung bleiben.
- Falschinformationen verbreiten
Forschende und Wissenschaftler:innen tragen eine Verantwortung gegenüber der Wissenschaft. Überprüfen Sie Informationen immer mehrfach, bevor Sie etwas teilen. Clickbait, Empörungsinhalte und reißerische Schlagzeilen mögen auf anderen Plattformen funktionieren, auf LinkedIn haben sie nichts zu suchen.
Referenz
1. From professional networking to global impact: The evolution of LinkedIn https://www.linkedin.com/pulse/from-professional-networking-global-impact-evolution-linkedin-ashfaq-uu31c/

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